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Kühlen Kopf bewahren


Name: Kühlen Kopf bewahren
Thema: Externem Druck standhalten
Methode:
Material / Medien: Arbeitsblatt
Fächer: Deutsch, Ethik, Pädagogik, Politik, Religion, Sozialwissenschaften
Einsatzort: Berufskolleg, Berufsschule, Gesamtschule, Gymnasium, Hauptschule, Realschule
Zeit: 1 Stunde, 2 Stunden
Autor / Projektträger: Jugend und Verkehr. Projekte für die Sek. II. Hrsg. von der Deutschen Verkehrswacht
Schwerpunkte: Geschwindigkeit, Gruppendruck, Gruppenfahrten, Mitfahrer, Risikoverhalten

Kühlen Kopf bewahren


Quelle: ADAC
Kurve

Sachinformation

 

Das Verhalten im Straßenverkehr ist in hohem Maße von sozialen Einflussgrößen abhängig. Viele Faktoren tragen dazu bei, einen Fahrer zu einer riskanteren Fahrweise zu verleiten. Neben möglichem Druck, der von Mitfahrern ausgeübt wird, spielt das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer eine große Rolle. Wer etwa auf schneebedeckter Fahrbahn oder bei Nebel von vielen anderen Fahrern überholt wird, erhöht fast automatisch die eigene Geschwindigkeit. ("Wenn viele so schnell fahren, dann kann es so gefährlich nicht sein!"). In vielen Fällen ist sich der Fahrer dieser Einflüsse nicht einmal bewusst.

 

Anders verhält es sich in Situationen, in denen man Zeitgenossen begegnet, die - zumindest aus subjektiver Sicht - immer häufiger auf Straßen und Autobahnen anzutreffen sind: Raser und Drängler. Immerhin 65 % aller Fahrer haben große oder sehr große Angst vor dicht auffahrenden Dränglern, ergab eine repräsentative Umfrage des Deutschen Verkehrssicherheitsrates. Gerade in solchen Situationen gilt es, kühlen Kopf zu bewahren und nicht unnötige Risiken einzugehen. Dies geschieht am besten, indem man sich die Situation klarmacht und Strategien entwickelt, wie man "cool" bleibt.

 

Ziele

 

Die Schüler lernen, dass das Verhalten im Straßenverkehr in hohem Maße von sozialen Einflussgrößen abhängig ist und wie wichtig es ist, sich als Verkehrsteilnehmer nicht aus der Ruhe bringen zu lassen.

 

Arbeitsblatt

 

Das Arbeitsblatt "Hilfreiche Gedanken" stellt typische Verkehrssituationen vor, in denen sich Fahrer äußeren Einflüssen ausgesetzt sehen, die ihnen eine riskantere Fahrweise nahe legen. Die Schüler sollen überlegen, welche Gedanken den Fahrern helfen könnten, der Versuchung zu widerstehen und einen kühlen Kopf zu bewahren.

 

Beispielantworten zu Frage 1 (Drängler)

  • Ich lasse mich von anderen nicht zu riskanten Fahrmanövern zwingen; in meinem Auto bin ich der Chef.
  • Ich lege mein Schicksal nicht in die Hand eines Unbekannten; genauso wenig wie ich mein Bankkonto einem wildfremden Menschen anvertraue.
  • Wenn etwas schief geht, zahle ich die "Zeche" (Radarkontrolle, Strafe, Unfall).
  • Vielleicht ist es nur ein armer Spinner, ein Angeber, der es nötig hat.


 
 Beispiele zu Frage 5 (Zeitdruck)

  • Zu-spät-Kommen wird heute eher akzeptiert, weil die Verkehrsverhältnisse unkalkulierbar geworden sind.
  • Ich soll Risiken eingehen und, wenn etwas schief geht, die "Zeche" bezahlen, nur damit mich andere für zuverlässig und pünktlich halten?
  • Lieber etwas zu spät ankommen als einen Unfall haben.

 


Konzept nach: Geiler, Michael: Risiko und Risikoverhalten, in: Jugend & Verkehr. Projekte für die Sekundarstufe II., Hrsg. von der Deutschen Verkehrswacht, Meckenheim 1998, Heft 5, S. 14

 


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