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Disco-Fieber oder "Who is the driver tonight?"


Name: Disco-Fieber oder "Who is the driver tonight?"
Thema: Verantwortungsbewusstsein
Methode: Offene Lernprozesse, verschiedene Gesprächsformen
Altersstufe: ab Klasse 9
Material / Medien: Räumliche Voraussetzungen (Aula, Turnhalle), technische Ausstattung, Musik, Unfallwagen
Sonstige Voraussetzung: Externe Referenten: Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste u.Ä.
Einsatzort: Alle Schularten, Aktionstage
Fächer: Fachübergreifender Ansatz
Bundesland: Bayern
Organisatorischer Aufwand: Aktionstage mit Schülern unterschiedlicher Klassen (maximal 120)
Zeit: 3 bis 4 Schulstunden (ohne Nachbereitung)
Kosten: Bei Beteiligung der Landeszentrale für Gesundheit in Bayern fallen keine Kosten an
Autor / Projektträger: Landeszentrale für Gesundheit in Bayern e.V.; Überregionale Partner sind der Deutschen Verkehrssicherheitsrat e.V. (DVR), die gewerblichen Berufsgenossenschaften, der Hotel- und Gaststättenverband sowie der Bayerische Fahrlehrerverband
Weitere Infos http://www.disco-fieber.de; http://www.wirbrauchendichauchmorgen.de
Schwerpunkte: Alkohol, Diskounfälle - Wochenendfahrten, Drogen, Gruppendruck, Jugendarbeit, Kompetenz, Motorisierte Zweiräder, Prävention, Risikoverhalten, Sozialverhalten, Verantwortung

Steckbrief


Disco-Fieber

Ein Präventionsprojekt zum Umdenken im Straßenverkehr

 

Die ersten beiden Jahre nach Erwerb des Führerscheins sind die unfallträchtigsten! Besonders hoch ist die Zahl so genannter Diskounfälle an Wochenenden. Sie ereignen sich freitags und samstags zwischen 22.00 Uhr und 6.00 Uhr. Unfallursachen sind immer wieder zu hohe Geschwindigkeit, Alkohol, Drogen und/oder Übermüdung.

 

Disco-Fieber ist ein Projekt zur Vermeidung solcher Unfälle. Unter dem Motto "Wir brauchen dich auch morgen" wird ein positives Lebensgefühl vermittelt, um Einstellungsänderungen bei jungen Verkehrsteilnehmern zu erreichen. Das Projekt zielt auf eine langfristige Präventionsarbeit auf lokaler oder regionaler Ebene ab und arbeitet mit Vertretern von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten, Notfallseelsorge, Fahrlehrern und vielen mehr zusammen.

 

Ziele des Projekts:

 

  • Schüler lernen das eigene Verkehrsverhalten realistisch einzuschätzen. Auf diese Weise sollen notwendige Einstellungs- und Verhaltensänderungen erreicht werden.
  • Förderung der Bereitschaft zu situationsgerechtem Verkehrsverhalten.
  • Ziel ist der verantwortungsvolle Fahrer, der über die Fähigkeit und Bereitschaft zur Situationsanpassung verfügt und bereit ist zur Selbstbescheidung, zur Zurücknahme von Selbstdurchsetzungstendenzen und dem Verzicht auf Imponiergehabe.
  • Stärkung des Verantwortungsbewusstseins und des Selbstwertgefühls von Fahrern von Fahrgemeinschaften.

 

Einsatz in der Schule

 

Die Schule kann die Erreichbarkeit vieler Jugendlicher und einen angemessenen Rahmen für die Auseinandersetzung mit dem Thema gewährleisten. Unter Anleitung der Lehrkraft entwickeln die Heranwachsenden Strategien und Lösungen. Dabei ist ein breiter Spielraum für eigene Aktionen gegeben (z.B. szenische Aufführungen, Plakate, Website, Informationskampagnen, Songs). Die Anregung und Anleitung kann von den Lehrkräften ausgehen, die Aktionen sollten möglichst von den Schülern selbst getragen werden.

 

Disco-Fieber-Aktionstage

 

 

Zwar kennen Schülerinnen und Schüler Unfälle aus den Medien, ein Bewusstsein für die eigene Bedrohung ist aber selten vorhanden. Disco-Fieber-Aktionstage behandeln das Thema daher auf lokaler Ebene und zeigen, dass solche Unfälle auch direkt "vor der Haustür" passieren und Freunde und Bekannte betreffen. Zudem wird durch die Mischung aus Fakten und stark emotionalisierenden Darstellungen das Bewusstsein für Gründe und Folgen der Unfälle geweckt. Die Aktionstage dienen als "Türöffner" für die weitere Auseinandersetzung mit dem Thema im Unterricht.

 

Die Organisation läuft meist problemlos ab, da alle Beteiligten großes Interesse an der Thematik haben 

  • Disco-Fieber-Aktionstage eignen sich für höhere Klassen (9. Klasse aufwärts).
  • Die Zahl der teilnehmenden Schüler sollte 120 nicht überschreiten.
  • Für die Durchführung sind eine Pausen- bzw. Sporthalle (kein Klassenzimmer!) sowie ein für Rettungsfahrzeuge befahrbarer Platz (z.B. Pausenhof) nötig.
  • Als Zeitrahmen für den Aktionstag sind ca. 3 bis 4 Schulstunden (je nach Zahl der Referenten) anzusetzen (ohne Nachbearbeitung im Unterricht).

 

Ablauf

 

1. Theoretischer Teil
In der Pausen- bzw. Sporthalle wird im Vorfeld eine Disco-Atmosphäre geschaffen, mit bunten Schweinwerfern und guter Musik. Nach Eintreffen der Schüler setzt die Musik schlagartig aus und auf einem Overheadprojektor / Beamer werden Fotos schwerer Unfälle gezeigt. Es folgen verschiedene Referate von Polizisten, Feuerwehrleuten und Rettungssanitätern über ihre alltäglichen Einsätze. Möglich sind auch Schilderungen von Notfallseelsorgern oder Unfallopfern. Jeder Vortrag dauert 10 bis 15 Minuten. Die Referenten berichten von ihren persönlich Erfahrungen und Erlebnissen. Die so entstehende emotionale Nähe zu den Referenten und die persönliche Betroffenheit der Zuhörer sind ausdrücklich gewünscht. Die Referate können durch Einspielungen von Filmen oder durch Musik aufgelockert werden.

 

2. Rettungsübung
Anschließend begeben sich die Schüler auf den Pausenhof, wo von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr eine Rettungsübung durchgeführt wird. Ziel ist, den Jugendlichen eine Unfallsituation nahe zu bringen, um das Überdenken eigener Verhaltensweisen anzuregen. Ferner wird richtiges Verhalten bei Unfällen vermittelt. Wichtig ist ein möglichst realistischer Ablauf bei der Absicherung der Unfallstelle oder der Erstversorgung der Verletzten. Die Vorführung beginnt mit einem Unfallwagen, der in der Mitte des Pausenhofs steht. Darin befinden sich zwei geschminkte "Unfallopfer". Vom Eintreffen der Polizei und des Rettungsdienstes bis zum Abtransport der Verletzten wird die komplette Rettungskette vorgestellt.

 

3. Nachbearbeitung
Am gleichen oder an einem der Folgetage wird die Diskounfall-Thematik im Unterricht aufgegriffen. Dazu bieten sich Vorschläge für Gruppenarbeiten und Diskussionen an. 

 

Teilnahme

 

Detaillierte Informationen zu dem Projekt und Ansprechpartner finden Sie unter http://www.disco-fieber.de oder http://www.wirbrauchendichauchmorgen.de.

 


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Schule-begleitet-Fahren.de ist eine Initiative von: <br> <br>Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten <br>Deutsche Verkehrswacht e.V. <br>Gemeindeunfallversicherungsverband Westfalen-Lippe <br>Rheinischer Gemeindeunfallversicherungsverband <br>Landesverkehrswacht Nordrhein-Westfalen <br>