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Benebelt oder aufgeputscht - Drogen am Steuer


Quelle: Deutscher Verkehrssicherheitsrat e.V., Bonn
Drogen verändern die Sichtweise

"Mal 'ne Pille einwerfen, mal an 'nem Joint ziehen" - Drogen zeigen Wirkung, wenn sie Auto fahren. Lange wurde das Problem unterschätzt. Doch in ihrer Wirkung stehen Drogen Alkohol in nichts nach. Zudem war es bis vor kurzem relativ leicht, unerkannt zu bleiben. Inzwischen haben sich die Möglichkeiten, bei Verkehrskontrollen Drogenkonsum nachzuweisen, deutlich verbessert.

 

Drogen beeinflussen das Fahrverhalten nachdrücklicher als die meisten Betroffenen glauben. Das Hinterhältige bei Drogen am Steuer: während die Fahrtüchtigkeit abnimmt, wächst das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Dies gilt auch schon für leichtere Drogen wie Haschisch oder Marihuana, den nach Alkohol und Tabak verbreitetsten Alltagsdrogen unter Jugendlichen. Wer unter dem Einfluss von Partydrogen wie Ecstasy die halbe Nacht durchraved und sich anschließend ans Steuer setzt, hat lediglich Glück, wenn er keinen Unfall baut.

 

Drogen und ihre Wirkung

 

Cannabis - Marihuana & Haschisch

  • verändern die Wahrnehmung von Raum und Zeit,
  • Reaktionsfähigkeit und Konzentration nehmen deutlich ab.

Amphetamine - Ecstasy & Speed

  • putschen auf und bewirken ein übersteigertes Ich-Gefühl,
  • führen zu Selbstüberschätzung und riskanter Fahrweise.

Kokain - Kokain & Crack

  • führen zu starker Selbstüberschätzung und Gereiztheit,
  • verleiten zu riskantem Fahren.

Halluzinogene - LSD & Mescalin

  • je nach Befindlichkeit führen sie zu Glücksgefühlen oder Depression, 
  • rufen Sinnestäuschungen hervor und führen zu Orientierungsstörungen mit nicht mehr kontrolliertem Risikoverhalten.

Opiate - Heroin, Morphium & Opium

  • führen zu einer starken Euphorie und gesteigertem Selbstbewusstsein,
  • bewirken ein Nachlassen der Sinneswahrnehmung und führen zu massiven Konzentrationsstörungen.

Mehrere Drogen gleichzeitig konsumiert oder in Verbindung mit Alkohol genommen führen zu vollkommen unkalkulierbaren Risiken.

 

Wenig antörnend - Fahren unter Drogen kann teuer werden

 

Wer unter Drogen fährt, macht sich in jedem Falle strafbar. Bei einem Unfall drohen nicht nur der Führerscheinentzug, sondern auch eine saftige Geld- oder Freiheitsstrafe. Dazu kommt der Verlust von Teilen der Haftpflichtversicherung. Die Kfz-Haftpflicht tritt zwar in Vorleistung, kann den Versicherungsnehmer aber in Regress nehmen. Außerdem springt die Kaskoversicherung nicht ein, wenn ein Schaden grob fahrlässig herbeigeführt wurde - Fahren unter Drogen ist eine grobe Fahrlässigkeit.


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