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Eingeschränkte Wahrnehmungswelt


Name: Eingeschränkte Wahrnehmungswelt
Thema: Menschliche Gefahrenwahrnehmung versus Anforderungen der modernen Welt
Material / Medien: Arbeitsblatt
Fächer: Biologie, Physik
Einsatzort: Berufskolleg / Berufsschule / Gymnasium / Gesamtschule
Zeit: 1 Stunde, 2 Stunden
Autor / Projektträger: Jugend und Verkehr. Projekte für die Sek. II. Hrsg. von der Deutschen Verkehrswacht
Schwerpunkte: Gefahrenwahrnehmung, Geschwindigkeit

Eingeschränkte Wahrnehmungswelt


Eingeschränkte Wahrnehmungswelt

Sachinformation

 

Die biologische Ausstattung des Menschen hat sich im Lauf der Jahrtausende nur wenig verändert. Zwischen dem, was er biologisch zu leisten vermag, und dem, was von der Technik her möglich ist, klaffen Abgründe, Steinzeit versus Moderne. Die rasante technische Entwicklung der letzten 200 Jahre hat der Mensch biologisch nicht mitvollzogen. Er ist ausgestattet für das Überleben in einer Umwelt, die es in dieser Form nicht mehr gibt. Viele Menschen haben eine tief verwurzelte Angst vor Dunkelheit, Schlangen, Spinnen und großen Höhen; Gefahren, die in unserer technisierten Welt an Bedeutung verloren haben. Für das Überleben heute wäre eine angeborene Angst vor elektrischem Strom, Kohlenmonoxid oder radioaktiver Strahlung angemessener.

 

Reichte ursprünglich die Sinnesausstattung des Menschen aus, um Gefahren (z.B. angreifende Tiere, Buschfeuer, aufziehende Gewitter) einigermaßen verlässlich zu erkennen, so gibt es für viele moderne, Leib und Leben bedrohende Gefahren kein "passendes" Sinnessystem.

 

Ziel

 

Den Schülern soll bewusst werden, dass der Mensch aufgrund der begrenzten Leistungsfähigkeit seiner Sinnesorgane nicht in der Lage ist, alle Gefahren und Risiken unserer technisierten Welt als solche unmittelbar wahrzunehmen. Um diese Defizite auszugleichen, entwickelt er zunehmend Hilfsmittel, um Gefahren sicht- und wahrnehmbar zu machen.

 

Arbeitsblatt

 

Der Mensch erfasst mit seinen Sinnesorganen nur einen geringen Ausschnitt der objektiven, physikalischen Welt. Das Arbeitsblatt "Eingeschränkte Wahrnehmungswelt" zeigt ein Beispiel aus dem Spektrum elektromagnetischer Wellen. Nur ein kleiner Teil ist für den Menschen sichtbar. Die Grafik verdeutlicht, wie viele Gefahren vorhanden sind, die wir nicht sehen, riechen, schmecken, fühlen oder ertasten können.

 

Arbeitsaufträge

 

1. Die Schüler erhalten das Arbeitsblatt und setzen sich mit der Grafik auseinander. Ausgehend von dem Beispiel erarbeiten sie eine Liste moderner Gefahren, die der Mensch weder riechen, hören, schmecken, ertasten oder erfühlen kann.

 

2. Um Gefahren dennoch wahrnehmen zu können, hat der Mensch Hilfsmittel entwickelt, um seine biologisch bedingten Defizite auszugleichen. Die Schüler sollen eine Liste mit solchen Hilfsmitteln und Maßnahmen erstellen.

 

Mögliche Lösungen

 

Zu Arbeitsauftrag 1:

  • elektrische Energie
  • radioaktive Strahlung
  • ultraviolette Strahlung
  • Röntgenstrahlung
  • Kohlenstoffmonoxid
  • FCKW
  • viele Chemikalien
  • Asbest
  • heranfliegende Gewehrkugeln
  • Ozonloch
  • schnelldrehender Flugzeugpropeller
  • schnelldrehendes Maschinenteil
  • Bakterien
  • Viren
  • usw.

Zu Arbeitsauftrag 2:

  • Warn- und Gefahrenschilder
  • Geigerzähler zur Registrierung von radioaktiver Strahlung
  • Radaranlagen auf dem Flugplatz
  • Beimischung von Geruchsstoffen zu geruchlosem Erdgas
  • Bordcomputer im Auto, der vor niedrigen Außentemperaturen warnt
  • Verkehrs- und witterungsabhängige Geschwindigkeitsbegrenzungen
  • usw.

nach: Geiler, Michael: Risiko und Risikoverhalten, in: Jugend & Verkehr. Projekte für die Sekundarstufe II., Hrsg. von der Deutschen Verkehrswacht, Meckenheim 1998, Heft 5, S. 30, 32 und CD-ROM


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