Schule begleitet Fahren
 SitemapKontaktDatenschutzImpressum

Ernstnehmende Verkehrssicherheitsarbeit (EVA)


Name: Ernstnehmende Verkehrssicherheitsarbeit (EVA)
Thema: Entwicklung risikominimierender Verhaltensweisen junger Fahrer
Methode: Beobachtungsfahrt, Gruppendiskussion, praktische Übungen
Altersstufe: ab 18 (ab 16 Jahren, auch für Mitfahrer geeignet)
Sonstige Voraussetzung: Moderatoren, Kooperation mit Polizei und Fahrlehrer
Einsatzort: Berufsschule
Fächer: Fachübergreifender Ansatz
Bundesland: Bayern
Organisatorischer Aufwand: Einteilung der Schülerinnen und Schüler auf die Fahrlehrer, Bildung von Diskussionsgruppen (max. 15 Schüler)
Zeit: 4-5 Stunden
Kosten: Gebühr für Fahrlehrer (90 € pro Fahrlehrer)
Autor/Projektträger: Bayerisches Staatsministerium des Innern, Bayer. Staatsministerium für Unterricht und Kultus, Polizeipräsidium Oberfranken, Seminar Bayern für Verkehrs- und Sicherheitserziehung - ALP Dillingen, Bayer. Gemeindeunfallversicherungsverband, Landesverband Bayer. Fahrlehrer
Weitere Infos: <a href="http://www.evainfo.de" target="_blank" >www.evainfo.de</a>
Schwerpunkte: Alkohol, Beobachtungsfahrt, Diskounfälle - Wochenendfahrten, Drogen, Einstellung, Führerschein, Geschwindigkeit, Risikoverhalten, Sozialverhalten, Unerfahrenheit, Verantwortung

Steckbrief


Ernstnehmende Verkehrssicherheitsarbeit

Fahranfänger zwischen 18 und 21 Jahren sind überproportional an Verkehrsunfällen beteiligt. Gut ein Drittel der jungen Menschen gelten als gefährdet. Diese Gruppe besteht zu 2/3 aus männlichen Erwachsenen der gewerblichen Ausbildungszweige. Charakteristisch für sie ist ein extrovertierter Lebens- und Freizeitstil, häufige freizeitbedingte Nachtfahrten, regelmäßiger, intensiver Alkoholkonsum und eine ausgeprägte Suche nach physischen und sozialen Risiken.

Um diese Zielgruppe zur Aneignung risikokompetenter Verhaltensalternativen zu motivieren, wurde EVA entwickelt. Das selbstständige Entdecken von verkehrssicheren Verhaltensoptionen in einem moderierten und wertschätzenden Gesamtkonzept ist die Basis dieser personalkommunikativen Maßnahme.

EVA besteht aus drei Säulen:

  • Moderierte Gruppendiskussion
  • Beobachtetes Fahren
  • Schlussdiskussion

Die moderierte Gruppendiskussion dauert rund 90 Minuten. Je ein oder zwei Moderatoren (Referendarinnen oder Referendare!) leiten eine Gruppe (8 bis 15 Schüler). Die Diskussion sensibilisiert die Teilnehmer für die persönlichen, sozialen und situativen Rahmenbedingungen erhöhter Verkehrsunfallrisiken. Ausgehend von alltäglichen Situationen (Mitfahrt bei alkoholisierten Fahrern, Aufforderung zu spontanen Autorennen an der Ampel ...) stellt das Gespräch die gewohnten, risikoorientierten Verhaltensweisen in Frage und regt zur Akzeptanz risikominimierender Strategien an. Wichtig ist, dass die Schüler in einem gegenseitigen "Ideenwettbewerb" solche Verhaltensalternativen selbst entdecken.
 
Im zweiten Schritt werden diese Erkenntnisse im Rahmen von Beobachtetem Fahren praktisch vertieft. Die Teilnehmer fahren in Begleitung eines Fahrlehrers in einem Fahrschulfahrzeug in der Verkehrswirklichkeit. Auf drei Schüler kommt ein Fahrlehrer, die Fahrt dauert 60 Minuten (20 Minuten pro Schüler). Die Mitfahrer beobachten den Fahrer im komplexen Verkehrsgefüge. Der Fahrlehrer greift in Notfällen ein und gibt dem Fahrer nach Beendigung der Fahrt ein kurzes Feedback seiner Beobachtungen.

Die Ergebnisse der Fahrtbeobachtungen bilden den Ausgangspunkt der von den Moderatoren geleiteten, rund 45 Minuten dauernden Schlussdiskussion. In einem moderierten Austausch der erlebten Erfahrungen und Beobachtungen werden geeignete Strategien herausgearbeitet, um das Risiko in bestimmten Fahrsituationen zu minimieren oder im Vorfeld zu vermeiden (Gruppendruck widerstehen, Unbehagen/Angst artikulieren ...). Ein Fahrlehrer und ein Polizeibeamter stehen als Experten ergänzend zur Verfügung.


Teilnahme

 

Teilnehmen können alle interessierten Berufsschulen in Bayern. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.evainfo.de.

Das Projekt EVA ist aufgrund seiner Effektivität weit über die Grenzen Bayerns bekannt geworden und hat in einigen anderen Bundesländern bereits zu ähnlichen Projekten geführt (z.B. "R i S k - Risiken im Straßenverkehr" in Hessen, "Sich-er-fahren" in Sachsen).

 


Druckversion

EVA


Mein Projektvorschlag  



Schule-begleitet-Fahren.de ist eine Initiative von: <br> <br>Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten <br>Deutsche Verkehrswacht e.V. <br>Gemeindeunfallversicherungsverband Westfalen-Lippe <br>Rheinischer Gemeindeunfallversicherungsverband <br>Landesverkehrswacht Nordrhein-Westfalen <br>