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Junge Fahrer zwischen Fahrspaß und Risiko


Quelle: GWM / DVR
Junge Fahrer zwischen Fahrspaß und Risiko

Das Risiko fährt mit! In der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen ist das Unfallrisiko dreimal höher als das der Gesamtbevölkerung. Meist sind es männliche Vertreter dieser Altersklasse, die dafür sorgt, dass trotz allgemein rückläufiger Trends in der Unfallstatistik der Anteil junger Menschen auf sehr hohem Niveau bleibt.

 

Jugendliche und junge Erwachsene sind einem überproportional hohen Unfallrisiko ausgesetzt - als Fahrer und (Bei-)Fahrerinnen. Jeder Fünfte im Jahr 2010 getötete und schwer verletzte Verkehrsteilnehmer gehörte zur Gruppe der 18- bis unter 25-Jährigen. Dabei zählt nur jeder Zwölfte zu dieser Altersgruppe (8,3 %).

 

Die Unfallpyramide der Straßenverkehrsunfälle zeigt Jahr für Jahr die gleichen Konturen. Mit Eintritt in die Motorisierung nimmt die Zahl der Verunglückten sprunghaft zu: Einmal mit 16, wenn Jugendliche erstmals motorisiert am Verkehrsgeschehen teilnehmen, dann nochmals mit 18, mit dem Erwerb des Pkw-Führerscheins. Ab Anfang 20 geht die Unfallhäufigkeit langsam wieder zurück. Noch ein zweites Phänomen springt ins Auge: junge Männer sind deutlich mehr betroffen als Frauen.

 

Das größere Risiko von Fahranfängern hat viele Ursachen. Eine liegt in ihrer Unerfahrenheit. Auf den ersten 5.000 km machen Anfänger - unabhängig vom Alter - die meisten Fehler. Mangelnde Routine und Übersicht tragen ebenso dazu bei wie die oft noch unzureichende Beherrschung des Fahrzeugs. Dazu gesellen sich jugendlicher Leichtsinn und altersbedingtes Risikoverhalten.

 

Risikogruppe am Steuer - Eine Frage der Einstellung und des Lebensstils

 

Die wirklich schweren Unfälle werden aber weniger von "den Fahranfängern" verursacht, als von einer nicht unbeträchtlichen Risikogruppe. Längst nicht alle 18-Jährigen machen die Landstraße zur Rennbahn. Aber immerhin ein gutes Drittel der 18- bis 24-Jährigen gelten als besonders gefährdet.

 

Die überwiegende Mehrheit dieser Gruppe besteht aus jungen Männern, für die das Auto weit mehr ist als ein Transportmittel. Mit seiner Hilfe kann man sich abheben, Anerkennung gewinnen und Mädels beeindrucken. Dem Alltagstrott den Nervenkitzel des Fahrens entgegenstellen. Der Geschwindigkeitsrausch übt auf viele frisch gekürte Führerscheinbesitzer eine geradezu euphorisierende Wirkung aus (sensation seaking). Nur wer mit laut aufheulendem Motor anfährt und im letzten Moment bremst, gilt als "ganzer Mann". Kommt dann noch Alkohol ins Spiel, sind die Konsequenzen absehbar. Immer wieder enden feuchtfröhliche Diskoausflüge am Wochenende mit fatalen Folgen im Straßengraben oder auf der Gegenfahrbahn.

 

Diese Jugendlichen setzten sich auch in anderen Situationen einem höheren Risiko aus; ihre Einstellung zum Verkehr entspricht ihrem Lebensstil. Wer ständig auf der Suche nach dem Kick ist, sucht ihn auch am Steuer. Die Rechnung: "jung + männlich + niedrige Bildung = hohes Risiko" ist zwar zugespitzt, bringt die Sache aber auf den Punkt.

 

Junge Fahrerinnen

 

Ob Frauen besser Auto fahren, sei dahingestellt. Auf alle Fälle ist ihr Anteil an dieser Risikogruppe verschwindend gering. Das Auto als Statussymbol scheint bei ihnen nur eine untergeordnete Rolle. Für sie geht es vor allem darum, von A nach B zu kommen. Dennoch sind auch junge Frauen nicht ungefährlich unterwegs. Überdurchschnittlich oft verunglücken sie als Beifahrerinnen.


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