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Die eigene Heimstrecke analysieren und vorstellen


Name: Die eigene Heimstrecke analysieren und Mitfahrern vorstellen
Thema: Verkehrsbeschreibung
Methode: Beobachtungsfahrt, Einzelfahrt, Gruppenfahrt
Material / Medien: Arbeitsblatt
Fächer: Biologie, Deutsch, Ethik, Politik, Religion, Sozialwissenschaften
Einsatzort: Berufskolleg, Berufsschule, Gesamtschule, Gymnasium
Organisatorischer Aufwand: Schülerfahrten im Unterricht oder außerhalb der Schulzeit
Zeit: Vor- und Nachbereitung im Unterricht je 1 Stunde
Autor / Projektträger: Jugend und Verkehr. Projekte für die Sek. II. Hrsg. von der Deutschen Verkehrswacht
Schwerpunkte: Beobachtungsfahrt, Eigenwahrnehmung, Einstellung, Gefahrenwahrnehmung, Geschwindigkeit, Gruppenfahrten, Konflikte, Kooperation, Motorisierte Zweiräder, Regeln, Risikoeinschätzung, Sozialverhalten

Die eigene Heimstrecke analysieren und vorstellen


Beobachtungsfahrt

Sachinformation

 

Gefahrenbewusstsein und Gefahrenkognition sind bei Anfängern aufgrund mangelnder Erfahrung noch wenig ausgeprägt. Die Weiterentwicklung von Situationen wird noch nicht so treffsicher prognostiziert wie von routinierten Fahrern. Der Anfänger hat noch Schwierigkeiten, relevante Ereignisse und Objekte aus dem Gesamtangebot visueller Stimuli herauszufiltern; sein Blick haftet länger an Einzelobjekten und ist oft zu wenig nach vorne gerichtet.

 

Ziele

 

Die Schüler lernen Strecken, die sie öfter fahren, "bewusster" sehen und beschreiben.

 

Beobachtungsaufgabe

 

Gutes Beobachtungs- und Wahrnehmungsvermögen ist eine Voraussetzung für intelligentes, vorausschauendes Fahren und eine adäquaten Anpassung an die konkrete Verkehrssituation. Fahrpraktische Übungen tragen zu einer Verbesserung der Beobachtungs- und Wahrnehmungsleistung bei. Sie trainieren die selektive Wahrnehmung und helfen, Widerstand gegen Ablenkung aufzubauen. Zudem wird der routinemäßige Rückspiegelblick gefördert und so das Bewusstsein, dass sich die Situation hinter dem Fahrzeug sehr schnell ändern kann.

 

Die Schule kann Schülern Aufträge an die Hand geben, mit denen sie ihr Beobachtungs- und Wahrnehmungsvermögen trainieren und das Verhalten anderer besser entschlüsseln können. Die Aufträge sollen die Schüler auf Fahrten erledigen, die sie ohnehin durchführen. Die Beobachtungen können auch mit motorisierten Zweirädern durchgeführt werden. Vieles lässt sich auch von den Schülern beobachten, die zwar noch nicht selbst motorisiert unterwegs sind, aber mit Eltern, Geschwistern oder Freunden als Beifahrer am Verkehrsgeschehen teilnehmen.

 

Die Beobachtungsaufträge sollen über einen längeren - aber überschaubaren - Zeitraum durchgeführt werden, etwa 1 bis 2 Wochen. Die Zeitspanne ist erforderlich, damit genügend Möglichkeiten für das "Austesten" der Fahrweise und die Sammlung entsprechender Erfahrungen und Eindrücke vorhanden sind.

 

Arbeitsblatt

 

Das Arbeitsblatt "Die eigene Heimstrecke analysieren und Mitfahrern vorstellen" beinhaltet Beobachtungsaufträge, mit deren Hilfe die Schüler Strecken, auf denen sie häufiger unterwegs sind, wesentlich "bewusster" als im Alltag wahrnehmen.

 

Die Aufgabe kann auch als Vorbereitung einer Gruppenfahrt dienen. Jeder Schüler soll eine ihm bekannte Fahrstrecke untersuchen und anlässlich einer Gruppenfahrt seinen Mitschülern vorstellen und erläutern. Bei der anschließenden Gruppenfahrt haben die Mitfahrer die Aufgabe, sich die Schilderungen und Erklärungen des Fahrers zu notieren, damit sie diese in der Klasse später möglichst vollständig wiedergeben können. Außerdem sollen sie weitere Beobachtungen festhalten, die den Kommentar des Fahrers ergänzen könnten.

 

Wichtig ist, dass sich die Schüler unmittelbar nach der Fahrt Notizen machen. Sie helfen später, ihre Eindrücke und Erfahrungen zu schildern. Die Diskussion lässt sich mit den auf den Arbeitsblättern formulierten Fragen strukturieren.

 

Nachbereitung

 

Anhand der Aufzeichnungen besprechen die Schüler ihre Erfahrungen im Unterricht. Zentral sind folgende Fragestellungen:

  • Wie haben Sie die Fahrt empfunden? Was war schwierig oder leicht? Was war anders als auf früheren Fahrten?
  • Welche Erkenntnisse und Anregungen habe ich durch die Fahrt erhalten? Bin ich durch die Beobachtungen auf Dinge aufmerksam geworden, auf die ich bisher weniger geachtet habe?

aus: Geiler, Michael: Risiko und Risikoverhalten, in: Jugend & Verkehr. Projekte für die Sekundarstufe II., Hrsg. von der Deutschen Verkehrswacht, Meckenheim 1998, Heft 5, S. 56


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