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Personale Kommunikation


Name: Personale Kommunikation
Thema: Erzeugen von Problembewusstsein, Aneignung handlungskompetenter Konfliktlösungsstrategien
Methode: Dilemma-Spiel, Gruppendiskussion, Alltagskommunikation
Altersstufe: ab 16 Jahre
Sonstige Voraussetzung: Externer Moderator
Einsatzort: 11. - 13. Klasse allgemein bildende Schulen sowie Berufsbildende Schulen in Niedersachsen
Fächer: Fachübergreifender Ansatz
Bundesland: Niedersachsen
Organisatorischer Aufwand: Einbezug von externem Moderator. Pro Lerngruppe bis 12 Personen.
Zeit: 2 Schulstunden
Kosten: Honorar für Moderator pro Doppelstunde: 80,- € plus Reisekosten (Stand 2004)
Autor / Projektträger: Landesverkehrswacht Niedersachsen e.V.
Weitere Infos: http://www.landesverkehrswacht.de
Schwerpunkte: Diskounfälle - Wochenendfahrten, Gruppendruck, Mitfahrer, Verantwortung

Steckbrief


Personale Kommunikation

12 tödliche Stunden zwischen 22.00 und 4.00 Uhr nachts an zwei Wochenendtagen entscheiden über das Leben von einem Fünftel junger Fahrer und einem Viertel der Mitfahrerinnen und Mitfahrer aller getöteten Jugendlichen zwischen 18 bis 24 Jahren. Diese Altersgruppe hat bundesweit ein dreimal höheres Risiko bei einem Verkehrsunfall ums Leben zu kommen als der Durchschnitt aller Autofahrer.

 

Um an die Gruppe der jungen Fahrer und Mitfahrer heranzukommen, wurde für den Einsatz an Schulen das Konzept "Personale Kommunikation" entwickelt. Die Jugendlichen sollen ohne vordergründige Belehrung für verkehrssicheres Verhalten sensibilisiert und in die Lage versetzt werden, künftige Konfliktsituationen besser bewältigen zu können. Im Zentrum steht die Verantwortung für die eigene Persönlichkeit. Der Ansatz fußt auf der Methode des Dilemma-Spiels. Die Teilnehmer erarbeiten im Rahmen fahrsituativer Dilemmata selbstständig Lösungsstrategien und einfache, lebensnahe Verhaltensalternativen.

 

Gerade die Beeinflussung der besonders unfallgefährdeten männlichen jungen Verkehrsteilnehmer kann am besten durch einen kommunikativen Prozess erreicht werden, der inhaltlich und strukturell möglichst ihren alltäglichen Lernprozessen entspricht. Es geht folglich nicht um Wissensvermittlung, sondern um die Aneignung handlungskompetenter Konfliktlösungsstrategien, die nicht "vermittelt", sondern von den Betroffenen untereinander selbst "entdeckt" werden. Das Programm wendet sich gleichermaßen an Fahrer und Mitfahrer, wobei auch künftige Fahrer-Mitfahrer-Konfliktsituationen sowie das Fahren in Gruppen (Gruppendruck) thematisiert werden.

 

Behutsam und fragend leitet der Moderator die Gruppendiskussion und initiiert Lösungsstrategien. Die Teilnehmer werden als unbeteiligte "Dritte" angesprochen, damit sie sich nicht als direkt Beteiligte "angegriffen" fühlen und gegebenenfalls geänderte Bewertungen und Motive ohne "Gesichtsverlust" übernehmen können.

 

Das Projekt wurde 1997 von der Landesverkehrswacht Niedersachsen ins Leben gerufen und wird seit 1998 durch speziell ausgebildete Moderatoren durchgeführt. Die Durchführung erfolgt in der Schule, eine Lerngruppe soll nicht größer als 12 Personen sein. Je kleiner die Gruppe, desto größer die Zahl der aktiven Teilnehmer.

 

Ziele

 

Den Teilnehmern soll vermittelt werden,

  • dass Gruppendruck einen Einfluss auf das Fahrverhalten ausübt,
  • dass er die Entscheidung und das Verhalten von Mitfahrern und Mitfahrerinnen beeinflusst,
  • mit Gruppendruck angemessen umzugehen,
  • mehr auf die Nachteile zu achten, die durch das Anmaßen, das Nachgeben bzw. Dulden entstehen,
  • dass das Verhalten im Straßenverkehr von Vorstellungen beeinflusst wird, die man von sich und anderen Personen hat,
  • dass Symbole bzw. Zeichen dazu beitragen, ein bestimmtes Bild von einer Person aufzubauen,
  • dass die Deutung von Symbolen oft fehlerbehaftet ist und zu falschen Schlussfolgerungen führt,
  • dass eine falsche Deutung von Symbolen häufig zu Problemen zwischen den Mitgliedern einer Gruppe führt,
  • dass es negative Lernmechanismen (negatives Lernen) gibt,
  • dass ein bisher unfallfreies Fahren keine Rechtfertigung dafür sein kann, auch in Zukunft riskant zu fahren.

 

Ablauf

 

Die Moderationen sind in sechs Phasen gegliedert:

  • 1. Einführung (5-10 Min.)
  • 2. Vorführung eines themenbezogenen Films (5 Min.) z.B. "Volle Pulle"
  • 3. Gespräch über den Film (5-10 Min.)
  • 4. Dilemma-Spiel (45-60 Min.)
  • 5. Sammeln und Visualisieren konstruktiver Vorschläge (10 Min.)
  • 6. Übergang zur Alltagskommunikation (5 Min.)

 

Teilnahme

 

Weitere Informationen sowie Ansprechpartner zum Programm "Personale Kommunikation" finden Sie hier.

 

Weitere Informationen erteilt
Landesverkehrswacht Niedersachsen e.V.
Roswitha Bothe
Telefon: 0511 35 77 26 - 85
roswitha.bothe@landesverkehrswacht.de

 


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