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PEER-Projekt in Fahrschulen


Name: PEER-Projekt in Fahrschulen
Thema: Drogen und Alkohol im Straßenverkehr
Altersstufe: Jugendliche in der Fahrschulausbildung in Sachsen-Anhalt
Sonstige Voraussetzungen: Zwei Peer-educators
Einsatzort: Fahrschule
Bundesland: Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt
Zeit: Eine theoretische Fahrstunde
Autor / Projektträger: MISTEL (Magdeburger Institut für Supervision, Therapie, Evaluation und Lehre an der Hochschule Magdeburg-Stendal). Das Projekt ist ein Kooperationsprogramm im Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitlichen Aufklärung (BZgA), an dem sich acht Bundesländer beteiligen: Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz
Weitere Infos: http://www.peer-projekt.de
Schwerpunkte: Alkohol, Diskounfälle - Wochenendfahrten, Drogen, Führerschein, Geschwindigkeit, Risikoverhalten, Selbstüberschätzung, Suchtprävention

Steckbrief


Logo: PEER-Projekt an Fahrschulen

Ein Programm zu "Drogen und Alkohol im Straßenverkehr"

 

Oft sprechen verkehrserzieherische Maßnahmen junge Fahrer erst an, wenn sie auffällig geworden sind. Das PEER-Projekt setzt vorher an und konfrontiert Heranwachsende bereits in der Fahrschule, an der Schwelle zur motorisierten Verkehrsteilnahme, mit dem Thema "Drogen und Alkohol im Straßenverkehr". Dabei nutzt es die Phase des Führerscheinerwerbs. Die Jugendlichen sind stark motiviert und aufnahmebereit, zudem stimmt in der Fahrschule die "Mischung": dort sind alle Fahrtypen vertreten, besonders unfallgefährdete Heranwachsende ebenso wie weniger risikoexponierte junge Menschen.

 

Verkehrssicherheit und Suchtprävention

 

Gesundheitsrelevante Botschaften zu vermitteln und Akzeptanz zu finden, ist bei heiklen Themen wie Alkohol- oder Drogenkonsum nicht einfach. Das PEER-Projekt agiert gleich in zwei Feldern, in denen die "Zielgruppe Jugend" im Mittelpunkt steht: Verkehrssicherheitsarbeit und Suchtprävention.

 

  • Verkehrssicherheitsarbeit zielt auf eine Reduzierung der Gefährdung im Straßenverkehr und die Erhöhung der Verkehrssicherheit. Mit den PEER-Einsätzen wird in den Fahrschulen gezielt über die Gefahren von Alkohol und Drogen im Verkehr aufgeklärt.
  • Suchtprävention soll süchtigem Verhalten und Suchterkrankungen vorbeugen. Im Rahmen der PEER-Einsätze werden Jugendliche - über den "Umweg" der zukünftigen Teilnahme am Straßenverkehr - zum Erfahrungsaustausch über Verhalten, Konsum, Regeln und Normen im Freundes- und Bekanntenkreis eingeladen. Sie erhalten Gelegenheit, ihr Konsumverhalten zu reflektieren und werden angeregt, ggf. riskanten Konsum zu modifizieren und Risikosituationen zu vermeiden.

 

Das Projekt baut auf Erfahrungen und Kenntnissen aus der Arbeit mit Risikogruppen zur AIDS- und Suchtprävention auf.

 

"Zusätzliche Fahrstunde" mit peer-educators

 

Die obligatorische Fahrschulausbildung wird um eine "Unterrichtsstunde" erweitert, in der von jungen Erwachsenen (peer-educators) gemeinsam mit den Fahrschülern die Problematik "Alkohol und Drogen im Straßenverkehr" behandelt wird. In Sachsen-Anhalt werden je zwei junge Studierende als peer-educators eingesetzt, die selber zur Gruppe der Fahranfänger gehören.

 

Die Studierenden werden für die Gestaltung ihrer PEER-Unterrichtseinheiten mit einem zweitägigen Ausbildungsseminar vorbereitet. Es umfasst folgende Inhalte:

  • Alkohol und Drogen im Straßenverkehr
  • (Drogen-)Konsummuster junger Menschen in Sachsen-Anhalt
  • Gesundheitliche Risiken des Alkohol- und Drogenkonsums
  • Erfahrungen bei TÜV und DEKRA mit auffällig gewordenen Fahrzeugführer/innen
  • Erfahrungen der örtlichen Polizeidienststellen
  • Erfahrungen von Fahrlehrer/innen
  • Versicherungsrecht
  • Methodik und Didaktik.

 

Die theoretische Fahrschulausbildung wird ganz normal vom Fahrlehrer durchgeführt. Die peer-geleitete "Unterrichtsstunde" erweitert die Ausbildung, um das Problem "Alkohol und Drogen im Straßenverkehr" zu thematisieren und zukünftige Fahrer gezielt persönlich und wertorientierend anzusprechen. Die gemeinsamen Alltags- und Statuserfahrungen von "Ausbildern" Studenten/innen) und Fahrschülern erleichtert es, glaubhaft über die Auswirkungen von Alkohol und Drogen zu sprechen. In den Unterrichtseinheiten wird auf mögliche Gefährdungssituationen hingewiesen und gemeinsam nach Strategien zur Vermeidung von Risiken gesucht.

 

Ziele

 

  • Information von Jugendlichen über Ursachen der Entstehung von Trink-Fahr-Konflikten und Alternativen zu alkohol- oder drogenbeeinflussten Fahrten.
  • Reduzierung der Verkehrsunfälle von Fahranfängern, die auf den Einfluss von Alkohol und illegalen Drogen zurückzuführen sind.
  • Langfristige Senkung suchtmittelbedingter Auffälligkeiten und Delikte im Straßenverkehr.

 

Teilnahme

 

Detaillierte Informationen zu dem Projekt und Ansprechpartner zu dem Modell in Sachsen-Anhalt finden Sie unter http://www.peer-projekt.de.

 

Weitere Fahrschulprojekte zur Alkoholprävention im Straßenverkehr gibt es in folgenden Bundesländern: Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Sachsen, und Rheinland-Pfalz. Informationen unter http://www.peer-projekt.de auf den jeweiligen Landesseiten.

 

In Niedersachsen:
http://www.suchtberatung-cloppenburg.de/praesto.htm

 


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