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Risiken im Straßenverkehr kommunizieren (RiSk)


Name: Risiken im Straßenverkehr kommunizieren (RiSk)
Thema: Herausbildung risikokompetenten Verkehrsverhaltens junger Fahranfänger
Methode: Dilemmadiskussion, Beobachtungsfahrt, Gruppendiskussion
Altersstufe: ab 18 (in Ausnahmefällen als beobachtende Mitfahrer auch jünger)
Sonstige
Voraussetzung: RiSk-Moderatoren, Kooperation mit Fahrlehrern
Einsatzort: Sekundarstufe II (Berufsschulen, FOS, gymnasiale Oberstufe)
Fächer: Fachübergreifender Ansatz
Bundesland: Hessen
Organisatorischer
Aufwand: Auswahl und Vorbereitung der Klasse, Organisation der Fahrschulautos mit Fahrlehrern, Gestaltung der kommunikativen Rahmenbedingungen
Zeit: Schulvormittag (ca. 5 Stunden)
Kosten: Honorar für die Fahrlehrer wird projektseitig getragen
Autor/Projektträger: Partnerverbund „Unsere Klasse im Verkehr (UKiV)“
Schwerpunkte: Fahrpraxis, Risikoverhalten, Alkohol, Drogen, Suchtprävention, Diskounfälle - Wochenende, Beobachtungsfahrt

Steckbrief


Risiken im Straßenverkehr kommunizieren

Junge Menschen in der Altersgruppe der 18-24-Jährigen haben als Auto- oder Motorradfahrer generell ein überproportional hohes Risiko zu verunglücken. Ihre Wahrscheinlichkeit, verletzt oder gar getötet zu werden, ist etwa dreimal so hoch wie beim Durchschnitt der Bevölkerung.

 

Verkehrsverhalten wird bekanntlich nur zu einem Teil vernunftgesteuert; es sind zugleich starke emotional-affektive Antriebe beteiligt, die vielfach unbewusst bleiben und besonders auch bei extrem riskantem Fahren wirksam werden.

 

Deshalb widmet RiSk (Risiken im Straßenverkehr kommunizieren) den psychischen und sozialen Determinanten des Verkehrsverhaltens besondere Aufmerksamkeit. In geeigneten pädagogischen Arrangements werden affektive und psychosoziale Hintergründe bewusst gemacht und in der Gruppe besprechbar. Durch einen partnerschaftlichen, nicht moralisierenden Zugang werden sie rationaler Kontrolle überhaupt erst zugänglich.

 

RiSk möchte zunächst die extrem gefährdete Zielgruppe erreichen, die sich besonders im Teilzeitbereich der beruflichen Schulen befindet, und zwar durch ein Konzept, dass sich leicht in den pädagogischen Kontext von Schule einfügt und nicht als außerschulischer Fremdkörper wahrgenommen wird.

 

Im fahrpraktischen Teil der Schulung soll die Reflexion über unterschiedliche Fahrstile und ihre jeweilige Sicherheits- bzw. Gefährdungspotentiale angeregt werden. In der Diskussion soll sich das Leitbild des kompetenten Fahrers herausbilden, der sich durch verkehrsbezogenes Know-how und einen vorausschauenden Fahrstil auszeichnet und der mit sich und anderen sowie mit Material und Umwelt möglichst schonend verfährt.

 

In von Moderatoren geleiteten Gruppendiskussionen sollen junge Fahranfänger selbst Lösungsstrategien für alltägliche Dilemma-Situationen entdecken, mit dem Ziel der Sensibilisierung für die persönlichen, sozialen und situativen Rahmenbedingungen der Verkehrsteilnahme. Das Erzeugen von Problembewusstsein, Problemsensibilisierung und persönlicher Betroffenheit stehen im Mittelpunkt. Dabei soll das Selbstwertgefühl gestärkt und die kommunikative Kompetenz gefördert werden.

 

Zu Moderatoren werden vorzugsweise Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst ausgebildet, die dadurch eine zusätzliche Qualifikation in professioneller Gesprächsführung erhalten und sich darüber hinaus mit der Problematik der Verkehrssicherheit auseinandersetzen. Die zu Moderatoren ausgebildeten jungen Lehrerinnen und Lehrer können mit eigenen oder fremden Lerngruppen die oben genannten Ziele bearbeiten.

 

Darüber hinaus führen die RiSk-Moderatorinnen und -Moderatoren nach Beendigung ihres Vorbereitungsdienstes an ihrer künftigen Dienststelle sowie auf Anforderung auch an anderen Schulen Thementage durch, um eine gewisse Nachhaltigkeit des Projektes zu sichern.

 

Durch gezielte Fortbildung wird eine inhaltliche Verbreiterung ihrer Qualifikation angestrebt, die insgesamt zu einer intensiveren und nachhaltigen Gestaltung der Verkehrserziehung und Mobilitätsbildung beitragen soll.

 

Teilnahme

 

Teilnehmen können Lerngruppen der Sekundarstufe II in Hessen, sofern deren Mitglieder eine gültige Fahrerlaubnis besitzen.

 

Kontakt: mthkoch@aol.com

 

 


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