Schule begleitet Fahren
 SitemapKontaktDatenschutzImpressum

Schulische Begleitung auf dem Weg zur individuellen Mobilität


Tafel

Die Unfallhäufigkeit junger Erwachsener liegt ein Mehrfaches über der des Bevölkerungsdurchschnitts. Wer, wenn nicht die Schule (gymnasiale Oberstufe, Gesamtschule oder Berufsschule/Berufskolleg, aber auch 10. Klassen der Realschule oder Hauptschule), hat die Möglichkeit, flächendeckend fast alle Jugendlichen in dem Alter zu erreichen, in dem sie zunehmend motorisiert unterwegs sind - auf Zweirädern und mit dem Auto?

 

Mobilität junger Menschen- Chancen und Risiken

 

Mehr Mobilität eröffnet jungen Menschen mehr Chancen. Die Kehrseite der Medaille: wachsende Unfallgefahr. Die Unfallpyramide mit Straßenverkehrsunfällen zeigt Jahr für Jahr die gleichen Konturen. Mit Eintritt in die Motorisierung nimmt die Zahl der Verunglückten sprunghaft zu, einmal mit 16, wenn Jugendliche vermehrt mit Mopeds und Rollern unterwegs sind, dann noch einmal mit 18, wenn sie aufs Auto umsteigen. Ab dem Alter von 20 Jahren nimmt die Unfallhäufigkeit langsam wieder ab. Die Statistik zeigt auf den ersten Blick noch ein zweites Phänomen: junge Männer sind deutlich mehr betroffen als Frauen.

 

Keine andere Gruppe ist so gefährdet wie die 16- bis unter 25-Jährigen. Ursachen sind überhöhte Geschwindigkeit, Missachtung der Vorfahrt, riskante Fahrmanöver sowie Alkoholkonsum. Imponiergehabe, Selbstüberschätzung und fehlende Fahrerfahrung sind weitere Unfallfaktoren.

 

Die Jugendlichen sind keineswegs eine homogene Gruppe. Aber immerhin 30 % der 18- bis 24-Jährigen gelten als besonders gefährdet. Meist handelt es sich um junge Männer, für die das Auto weit mehr ist als ein Transportmittel. Nichts scheint schöner als Nervenkitzel und das Gefühl, eine gefährliche Situation locker und souverän gemeistert zu haben.

 

Fahren ist eine Frage der Einstellung - Sozialverhalten und Verantwortung

 

In der Unfallforschung besteht Einigkeit über die Bedeutung der Einstellungen der Jugendlichen für das Ausmaß ihrer Gefährdung. Psychische und soziale Aspekte spielen eine größere Rolle als die fahrpraktischen Fähigkeiten der jungen Fahrer. Hier ist die Schule gefragt, zu deren vornehmlichen Bildungs- und Erziehungsaufgaben die Vermittlung sozialer Kompetenzen gehört.

 

Der Bereich Sozialverhalten und Verantwortung ist daher ein zentrales Anliegen der Mobilitätsbildung in der Sek. II. Appelle und Mahnungen bringen erfahrungsgemäß wenig. Vielmehr müssen die Bedürfnisse und Interessen der Jugendlichen ernst genommen werden. Es geht nicht darum, ihnen den Spaß am Fahren und an der Geschwindigkeit zu nehmen.

 

Folgende Themenschwerpunkte sind möglich:

 

  • Motive und Einstellungen
  • Risikoverhalten und Gefahrenbewusstsein
  • Selbstwahrnehmung und Reflektion
  • Geschlechterspezifische Verhaltens- und Einstellungsunterschiede (Gender)
  • Mitfahrerproblematik und Fahren in Gruppen
  • Fahrpraktische Themen


Druckversion




Schule-begleitet-Fahren.de ist eine Initiative von: <br> <br>Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten <br>Deutsche Verkehrswacht e.V. <br>Gemeindeunfallversicherungsverband Westfalen-Lippe <br>Rheinischer Gemeindeunfallversicherungsverband <br>Landesverkehrswacht Nordrhein-Westfalen <br>