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Segway fahren - Wo und wie?


Einfach draufsteigen und losrollen geht nicht! Für den Einsatz im Straßenverkehr muss ein Fahrer mindestens 15 Jahre alt sein und eine Mofaprüfbescheinigung besitzen. Eine weitere Voraussetzung ist ein Versicherungskennzeichen. Segway-Halter haben einen Anspruch auf Versicherung, dem sich die Versicherungen nicht entziehen können. Auch sollten Lichteinrichtungen analog der Fahrradausrüstung und eine helltönende Glocke vorhanden sein.

 

Foto: Urban Mobility Germany, Authorized SEGWAY Distributor GmbH
Informationen zum Fahren mit dem Segway

Die bis zu 15 km/h schnellen Roller mit 2 Rädern werden durch Gewichtsverlagerung gelenkt. Deshalb raten Sachverständige, sich vor der ersten Fahrt gut instruieren zu lassen und in geschützten Zonen bei Schrittgeschwindigkeit den sicheren Umgang mit dem neuartigen Fahrzeug zu erlernen. Besonders das Ausweichen und Bremsen muss stark trainiert werden. Zudem empfiehlt es sich, freiwillig einen Helm zu tragen.

 

Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) hat eigens einen Segway-Crashtest durchgeführt. Diese Untersuchung zeigte, dass der Segway bei einer getesteten Geschwindigkeit von 15 km/h eine Gefahr für Fußgänger darstellt. Die UDV empfiehlt daher, in Fußgängerzonen oder auf Gehwegen mit dem Segway nur maximal 6 km/h zu fahren. Auch Segway-Fahrer selbst setzen sich bei Geschwindigkeiten um 15 km/h einer nicht zu unterschätzenden Gefahr sowohl bei einer Kollision mit einem Fußgänger als auch beim Zusammenstoß mit einem Fahrzeug aus.

 

Segways dürfen innerhalb und außerhalb geschlossener Ortschaften nur auf Radwegen, Radfahrstreifen und Schutzstreifen fahren. Fehlen diese, darf innerorts auch die Fahrbahn benutzt werden - außerorts gilt das nur auf Wegen und Straßen, die keine Bundes-, Landes- oder Kreisstraßen sind.

 

Die Fahrer müssen sich möglichst weit rechts halten und Richtungsänderungen durch Handzeichen anzeigen. Sie dürfen sich nicht an Fahrzeuge anhängen oder freihändig fahren. Sind mehrere dieser Gefährte unterwegs, müssen sie hintereinander fahren - nur auf Fahrradstraßen dürfen sie nebeneinander rollen.

 

Wo werden Segways hauptsächlich eingesetzt?

 

Immer noch sind es nur wenige Bereich, in denen Segways genutzt werden. Zunächst waren sie auf öffentlichem Grund verboten, weil sie den Zielen der Bundesregierung entgegenstanden, (Elektro-)Mobilität, Innovation und Umweltschutz zu fördern. Seit dem 25. Juli 2009 erlaubt die "Verordnung über die Teilnahme elektronischer Mobilitätshilfen am Verkehr" die Segway-Nutzung dann doch.

 

Als praktisches Massenverkehrsmittel im innerstädtischen Nahverkehr (z.B. für Besorgungen und Pendler) hat sich das Segway bisher nicht durchgesetzt.

 

Besser etablierte er sich in einer Reihe von Nischenmärkten:

 

Am augenfälligsten im Bereich Touristik: So findet man Segways sehr häufig bei geführten City-Touren. So "erfahren" Touristen die schönsten Sehenswürdigkeiten ohne jede Anstrengung. Auch Kreuzfahrtschiffe haben die neue Art von Landausflügen bereits für sich entdeckt.

 

In der Werbe- und Eventbranche wird der Segway als trendiger Designer-Roller bevorzugt für Promotion-Aktionen oder Firmen-Events eingesetzt.

 

Daneben werden Segways besonders von Sicherheitsunternehmen, Polizei, Flughäfen, Bahnhöfen, Einkaufszentren und Ordnungsämter genutzt. Besonders in Bereichen mit wenig Bewegungsfreiheit und in großen Menschenmengen erweisen sie sich als perfekte Einsatzfahrzeuge.


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