Schule begleitet Fahren
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Sich-er-fahren


Name: Sich-er-fahren
Thema: Entwicklung risikominimierender Verhaltensweisen junger Fahrer
Methode: Beobachtungsfahrt, Gruppendiskussion, praktische Übungen
Altersstufe: ab 18
Material / Medien: Leitfaden mit Moderationshinweisen
Sonstige Voraussetzungen: Moderatoren (Lehrer mit spezifischer Schulung), Kooperation mit Polizei und Fahrlehrern
Einsatzort: Berufsbildende Schule (Schüler im 3. Ausbildungsjahr der BBS, insb. für Metalltechnik und Bautechnik
Fächer: Fachübergreifender Ansatz
Bundesland: Sachsen
Zeit: 4-5 Stunden
Kosten: Vergütung für Fahrlehrer für das beobachtete Fahren
Autor / Projektträger: Sächsisches Staatsministerium für Kultus, Sächsisches Staatsministerium des Innern und Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit
Schwerpunkte: Alkohol, Beobachtungsfahrt, Diskounfälle - Wochenendfahrten, Drogen, Einstellung, Führerschein, Geschwindigkeit, Risikoverhalten, Sozialverhalten, Unerfahrenheit, Verantwortung

Steckbrief


Leitfaden mit Moderationshinweisen

Fahranfänger zwischen 18 und 21 Jahren sind überproportional an Verkehrsunfällen beteiligt, ein gutes Drittel der jungen Fahrer gilt als besonders gefährdet. Es besteht zu 2/3 aus männlichen Erwachsenen der gewerblichen Ausbildungszweige. Charakteristisch für diese jungen Menschen ist ein extrovertierter Lebens- und Freizeitstil, häufige freizeitbedingte Nachtfahrten, regelmäßiger, intensiver Alkoholkonsum und eine ausgeprägte Suche nach physischen und sozialen Risiken.

 

Das Projekt Sicherfahren soll in Sachsen diese Zielgruppe zur Aneignung risikokompetenter Verhaltensalternativen motivieren. Im Zentrum dieser personalkommunikativen Ansprache steht das selbstständige Entdecken von verkehrssicheren Verhaltensoptionen in einem moderierten Gesamtkonzept.

 

Sicherfahren besteht aus drei Säulen:

  • Moderierte Gruppendiskussion
  • Beobachtetes Fahren
  • Schlussdiskussion

 

Die moderierte Gruppendiskussion dauert rund 90 Minuten. Je ein oder zwei als Moderatoren ausgebildete Lehrer leiten eine Gruppe (8 bis 15 Schüler). Die Diskussion sensibilisiert die Teilnehmer für die persönlichen, sozialen und situativen Rahmenbedingungen erhöhter Verkehrsunfallrisiken. Ausgehend von alltäglichen Situationen (Mitfahrt bei alkoholisierten Fahrern, Aufforderung zu spontanen Autorennen an der Ampel ...) stellt das Gespräch die gewohnten, risikoorientierten Verhaltensweisen in Frage und regt zur Akzeptanz risikominimierender Strategien an. Wichtig ist, dass die Schüler in einem gegenseitigen "Ideenwettbewerb" solche Verhaltensalternativen selbst entdecken.

 

Im zweiten Schritt werden diese Erkenntnisse im Rahmen von Beobachtetem Fahren praktisch vertieft. Die Teilnehmer fahren in Begleitung eines Fahrlehrers in einem Fahrschulfahrzeug in der Verkehrswirklichkeit. Auf drei Schüler kommt ein Fahrlehrer, die Fahrt dauert 60 Minuten (20 Minuten pro Schüler). Die Mitfahrer beobachten den Fahrer im komplexen Verkehrsgefüge. Der Fahrlehrer greift in Notfällen ein und gibt dem Fahrer nach Fahrtende ein kurzes Feedback seiner Beobachtungen.

 

Die Ergebnisse der Fahrtbeobachtungen bilden den Ausgangspunkt der von den Moderatoren geleiteten, 30-minütigen Schlussdiskussion. In einem moderierten Erfahrungsaustausch werden Strategien herausgearbeitet, um das Risiko in bestimmten Fahrsituationen zu minimieren oder im Vorfeld zu vermeiden (Gruppendruck widerstehen, Unbehagen/Angst artikulieren ...). Ein Fahrlehrer und ein Polizeibeamter stehen ergänzend als Experten zur Verfügung.

 

Anders als im bayerischen Modell "Ernstnehmende Verkehrssicherheitsarbeit" (EVA), das Pate stand für die Aktion in Sachsen, werden Lehrer der berufsbildenden Schulen als Moderatoren ausgebildet, um die Gruppendiskussionen durchzuführen. Für die Organisation sind die jeweiligen Polizeidienststellen verantwortlich, die auch die Absprachen mit den teilnehmenden Fahrlehrern treffen.

 

Teilnahme

 

Teilnehmen können alle interessierten berufsbildende Schulen in Sachsen.

 

Sächsisches Staatsministerium für Kultus
Projektkoordination
Referat 36
Carolaplatz 1
01097 Dresden
Tel.: 03 51 - 5 64 27 79
Fax: 03 51 - 5 64 27 75

 

Sächsisches Staatsministerium des Innern
Referat 31
Wilhelm-Buck-Str. 2
01097 Dresden
Tel.: 03 51 - 5 64 33 15
Fax: 03 51 - 5 64 37 78

 

Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit
Referat 61
Wilhem-Buck-Str. 2
01097 Dresden
Tel.: 03 51 - 5 64 86 97
Fax: 03 51 - 5 64 86 09


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